exomed GmbH – Veterinärlabor

Parasitologie


Ein Parasitenbefall (Innenparasiten) kann bei Tieren anhand der Untersuchung des Kotes nachgewiesen werden. Diese Untersuchung umfasst bei allen Tieren den Nachweis der meisten Würmer und Einzeller (ausgenommen Kryptosporidien, siehe IFT). Routinemäßig sollte beispielsweise bei Reptilien und Amphibien diese Untersuchung bei Neuzugängen während der Quarantäne sowie vor Vergesellschaftung (z.B. zur Paarung) durchgeführt werden. Achtung: Eine einmalige parasitologische Untersuchung kann nicht mit Sicherheit das Bestehen einer Parasitose ausschließen, da viele Parasiten intermittierend (unregelmäßig) ausgeschieden werden. Daher sollte nach Möglichkeit eine Sammelprobe eingeschickt oder mehrere Einzelproben untersucht werden. Zeigt das Tier Anzeichen einer Darmerkrankung (Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Fressunlust, Apathie) empfiehlt es sich, diese einfache und preisgünstige Untersuchung als erstes Verfahren zu nutzen, da ein Großteil der infektiösen Erkrankungen durch Parasiten verursacht wird. Auch augenscheinlich gesunde Tiere können Parasiten in sich tragen, sodass regelmäßige Untersuchungen sinnvoll sind.

Parasitologische Untersuchungen („Wurmnachweise“) können beispielsweise bei folgenden Tieren bei uns durchgeführt werden:

  • Reptilien: Schildkröten, Agamen, Leguane, Schlangen, Geckos
  • Vögel: Ziervögel (Papageien, Sittiche), Nutzgeflügel (Hühner, Gänse), Wildvögel
  • Nutzfische/Zierfische
  • Zoo- und Nutztiere: Lamas, Alpakas, Kamele, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen
  • Haustiere: Katzen, Hunden, Kaninchen, Meerschweinchen, Degus, Mäuse, (Igel – Wildtier???)
  • Wildtiere: z.B. Füchse
     
    Falls Sie sich unsicher sind,  ob die Probe Ihres Tieres untersucht werden kann, wenden Sie sich bitte telefonisch (+49 30 51067701) oder per Mail (info@exomed.de) an uns.

Eine der am häufigsten gestellten Fragen, ist, welche parasitären Stadien bei der Routineuntersuchung erkannt werden: Wir untersuchen die Kotproben Ihrer Tiere auf Parasitenbefall (u.a. Magen-Darm-Würmer, Bandwürmer, Spulwürmer, Giardien, andere Einzeller). So haben Sie die Sicherheit, dass ihr Tier an keiner Parasitose leidet oder können, bei einem positiven Befund, mit Hilfe Ihres/Ihrer Tierartzes/Tierärztin eine gezielte Therapie einleiten.

Zur Erhaltung der Gesundheit ihres Tieres, aber auch zum Schutz Ihrer Familie vor Zoonosen (beispielsweise Giardien) ist es unerlässlich, Ihre Haustiere regelmäßig auf Parasitenbefall untersuchen zu lassen. „Prophylaktische Entwurmungen“ lehnen wir entschieden ab. Aus dieser Praxis resultieren unnötige Medikamentengaben und teilweise auch Resistenzen gegen Antihelmintika (Entwurmungen/Wurmmittel).

Zu beachten ist jedoch, dass die Untersuchung einer Kotprobe bei uns  nicht den Besuch beim Tierarzt ersetzen kann. Mit unserem Befund und dem damit verbundenen Behandlungsvorschlag kann ihr Tierarzt jedoch entscheiden, ob ihr Tier eine Entwurmung oder Parasitenbehandlung benötigt und welches Medikament für eine gezielte Behandlung am besten geeignet ist.

Parasitologische Untersuchung (Nachweis von Parasiten, die nicht nur im Kot nachweisbar sind); Als Untersuchungsmaterial sind neben Kot bei Reptilien auch geeignet:

  • Urin (nur der flüssige Teil: Einzeller, z.B. Hexamiten bei Schildkröten, einige Kokzidien)
  • Blut/ Blutaustriche (Blutparasiten z.B. Mikrofilarien, Trypanosomen,Haemogregarinen)
  • Lungenspülproben (Lungenwürmer, Einzeller, Pentastomiden)
  • Magenspülproben (Kryptosporidien, Würmer)
  • ausgewürgte Futtertiere (Cryptosporidium)
  • komplette Ektoparasiten (z.B. Zecken, Milben, ausgeschiedene Endoparasiten in Wasser oder Ethanol)
Hier zu sehen ist eine Landschildkröte, die sogenannte Koprophagie betreibt. Landschildkröten und auch andere Tiere, beispielsweise Kaninchen, fressen Ihren eigenen Kot um wichtige Nährstoffe zurückzugewinnen und diesen erneut zu verdauen. Leider stecken Sie sich so ab auch mit den ausgeschiedenen Parasitenstadien an und es kommt zur Reinfektion und schließlich zu einem Massenbefall.