exomed GmbH – Veterinärlabor

Sektionen/Pathologie


Neben Parasitologie und Mikrobiologie und Molekulargenetik (PCR) bieten wir ebenso pathologische Untersuchungen von verstorbenen Tieren (Reptilien, Amphibien, Fische, Vögel) an.  Hierzu werden Tierkörper oder Tierkörperteile untersucht (Sektion/Obduktion), um die Krankheits- oder Todesursache zu ermitteln. Es kann sich um verstorbene oder getötete/euthanasierte Tiere handeln. Eine Sektion dient dem Ausschluss oder Nachweis ansteckenden Krankheiten.

Warum ein Tier sezieren lassen?

Für Tierärzte, aber auch für Privathalter kann eine Untersuchung Klarheit bringen, v.a. wenn bei diesen Tieren zu Lebzeiten keine eindeutigen Krankheitssymptome feststellbar waren. Auch bei plötzlichem Versterben kann eine Obduktion sinnvoll sein.

Sektionen dienen der Prophylaxe und dem Tierwohl:

  • Ausschluss von Erkrankungen, die auf den Menschen übertragbar sind (sog. Zoonosen)
  • bei Untersuchungen im Rahmen der Versuchstierhaltung
  • bei Aufklärung in Fragen des Tierschutzes
  • bei Verdacht auf Umweltrisiken
  • bei Verdacht auf Infektiöse Erkrankungen (Parasiten, Viren, Pilze)

Hier stehen wir Privatpersonen (TierhalterInnen, TierbesitzerInnen, ZüchterInnen) und TierärztInnen gleichermaßen zur Verfügung.

Bei der Sektion (auch Obduktion) werden die Tierkörper eröffnet und die einzelnen Organe beurteilt. Danach werden Organproben für die histologische Untersuchung (Gewebeschnitte) entnommen. An diesen extrem dünnen Gewebedünnschnitten werden durch Mikroskopie krankhafte, also pathologische, Zell- und Gewebeveränderungen festgestellt. Bestimmte Krankheitserreger, beispielsweise Würmer, lassen sich schon makroskopisch (mit bloßem Auge) oder mikroskopisch darstellen. Außerdem werden Organproben für weiterführende Untersuchungen auf Bakterien, Pilze, Parasiten und ggf. andere Erreger oder Krankheiten entnommen und untersucht. Der Umfang dieser weiterführenden Untersuchungen wird anhand der Sektionsbefunde und den Angaben im Vorbericht festgelegt.

Neben der Sektion ganzer Tierkörper werden auch Gewebeproben, die z.B. bei einer Biopsie oder während einer Operation entnommen wurden, oder vom Tierarzt angefertigte Ausstriche (v.a. Blut) zytologisch/histologisch von uns untersucht.

Untersuchungsmaterial

Als Untersuchungsmaterial zur Obduktion (Bestimmung der Todesursache) eignen sich:
- ganze Tierkörper, gekühlt (bei Tieren <6 cm Gesamtkörperlänge (z.B. Dendrobaten) bitte Tierkörper in Formalin fixieren)
- einzelne Organe, fixiert in Formalin (gepuffert, maximal 7%) oder in Ausnahmefällen Alkohol (Ethanol 70%). Isopropanol ist ungeeignet!

 

Probenvesand

Bitte die Tierkörper auslaufsicher und gekühlt an uns versenden; bitte nicht einfrieren (Eiskristalle zerstören die Organstruktur). Leider kann eine weit vorangeschrittene Verwesung eine präzise Diagnose unmöglich machen. In der Regel sind neben der pathologisch-anatomischen Untersuchung ebenso Gewebeschnitte (Histologie) erforderlich, die mikroskopisch ausgewertet werden müssen.

Sektionsbefund / Befundübermittlung

Liegen alle Erkenntnisse nach Abschluss aller Untersuchungen vor, wird ein Sektionsbefund erstellt, mit dem Einsender frühestmöglich informiert wird (in der Regel 5-7 Werktage). Im Endbefund werden alle Ergebnisse dargestellt und in einem Resümeé interpretiert, sodass weitere Schritte im Sinne einer Krankheitsprophylaxe eingeleitet werden können.


03.02.2020 14:04:36