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Mykosen beim Axolotl


Mykosen beim Axolotl

Pilze lassen sich grob in drei Unterteilungen bezeichnen. Dermatophyten („Hautpilze“), Hefen und Schimmelpilze. Pilze, welche keine lebenden Organismen befallen können ,werden als obligate „Saprophyten“ bezeichnet.

Pilzinfektionen kommen bei Amphibien recht häufig vor. Bei inneren Mykosen sind sie allerdings nur schlecht therapierbar. Äußere Infektionen lassen sich hingeben mit geeigneten Fungiziden sehr gut therapieren.

Als wichtigste und am häufigsten vorkommende Mykose ist eine Infektion mit dem sogenannten „Wasserschimmel“ oder „Fischschimmel“ (Saprolegnia sp.) zu nennen.

Saprolegnia, auch geläufig als „Fischschimmel“ bezeichnet, ist eine Gattung der Eipilze oder auch Algenpilze.  Sie besitzen begeißelte Schwärmerzellen (Zoosporen). Saprolegnia sp. lebt im Süßwasser und ernährt sich von pflanzlichen und tierischen Material. Häufig sind Fische (z.B. Koi) betroffen. Saprolegnien kann jedoch auch beim Axolotl deren Kiemenäste und Kiemenfädchen befallen und hat dann ein wattebauschartiges Aussehen. Dies setzt allerdings häufig auch eine kleine vorausgegangene Verletzung voraus: Bei Infektionen der Haut kommt häufig auch eine Läsion dazu, welche durch physikalische Verletzungen, wie Hautverletzungen, durch Bisse oder Abschürfungen, Chemische Verletzungen oder andere Hautdefekte durch Infektionen voraussetzt. Auch bei Haltungsstress, wie zu hohe Haltungstemperaturen oder andere falsche Haltungsparameter, kann es zu einer Saprolegnia-Infektion kommen. Saprolegnia hat ein sehr breites Temperaturtoleranzspektrum von 3 bis 33 °C. Mikroskopisch kann man schlauchförmige vierkernige Hyphen erkennen/diagnostizieren. 

Da Saprolegnia an Süßwasser gebunden sind, lässt sich eine Behandlung durch Salzbäder leicht bewerkstelligen (sie erste Hilfe Salzbäder).

 

Saprolegnia-Infektion der Kiemen (Axolotl)
Saprolegnia unter dem Mikroskop (M. Hallinger)

 

Hefepilzinfektionen der Haut

Saprolegnia (Mikroskopie) bei einem Axolotl (Kiemen)

Hefen oder Hefepilze sind einzellige Pilze, die sich durch Sprossung oder Teilung (Spaltung) vermehren. Als Eukaryoten sind Hefen im Allgemeinen wesentlich größer als die weitaus meisten Bakterien und besitzen typische Zellstrukturen der Eukaryoten. Die meisten Hefen sind fakultativ anaerob, also nicht auf Sauerstoff angewiesen.

 Candida albicans besiedelt als Saprophyt Schleimhäute, Haut sowie Verdauungstrakt. Candida-Infektionen kommen meist nur als Sekundärinfektionen vor. Die Haut oder der Darm z.B. geschwächt durch eine vorliegende bakterielle Infektion. Aber auch eine Reizung der Schleimhaut durch vermehrtes Anfassen der Tiere begünstigt eine Candida-Infektion.