Endoparasiten der Ratten

Unter den Kleinsäugern genießen inzwischen auch Ratten in der Heimtierhaltung eine stetig wachsende Aufmerksamkeit. Es ist allseits bekannt, dass Ratten in der Geschichte mehrfach als Krankheitsüberträger eine bedeutende Rolle gespielt haben (z.B. Pest). Trotzdem werden besonders die Farbratten (Rattus norvegicus forma domestica) in immer mehr Haushalten weltweit angetroffen und gelten inzwischen unter anderem auf Grund ihrer Intelligenz als beliebte Heimtiere. Da auch in menschlicher Obhut gehaltene Ratten Endoparasiten beherbergen können, von denen einige nicht ganz ungefährlich für sie selbst und ihre Menschen sein können, versuchen wir hier einen Überblick über die Wichtigsten zu geben.

Im Allgemeinen gilt, dass die meisten Endoparasitosen (Erkrankungen an Endoparasiten) bei Ratten unbemerkt und ohne Symptome verlaufen. Verläufe mit Symptomen betreffen vorwiegend Jungtiere und ältere Tiere mit einem anderweitig geschwächten Immunsystem. 

 

Übersicht:

Protozoen (Einzeller)

Giardia spp., Kryptosporidium ssp., Tritrichomonas spp., Entamoeba muris, Spironucleus muris, Eimeria spp., Sarcocystis spp., Toxoplasma gondii

Nematoden (Rundwürmer)

Syphacia muris, Syphacia oblevata und Apsiculus tetraptera à Oxyuriden

Angiostrongylus cantonensis à Rattenlungenwurm

Zestoden (Bandwürmer)
Hymenolepis nana, Hymenolepis diminuta und Hymenolepis fraterna (früher Rodenolepis)